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Säure Basen Haushalt. Gefahren.

Jede Funktion des Körpers benötigt Energie. Der Organismus erzeugt diese Energie durch ein faszinierendes System von Stoffwechselprozessen, bei denen als Endprodukt verschiedene Säuren entstehen. Diese Säuren werden neutralisiert, über die Nieren, aber auch über die Haut und die Lungen ausgeschieden. Werden jedoch mehr Säuren produziert, als ausgeleitet werden können, muss der Körper sie im Gewebe einlagern. Das geschieht beispielsweise, wenn die Leistungsfähigkeit der Nieren im Laufe des Lebens nachlässt und so weniger Stoffwechselendprodukte über den Urin ausgeschieden werden können.

Wie merke ich, das mein Körper übersäuert ist. Hier passendes Video:

Ernährung ist oft das Problem

Häufiger als die Niere ist jedoch die Ernährung ein Problem, denn das Essen enthält viel zu viele Säure bildenden Inhaltsstoffe wie Zucker oder Eiweiß. Fertigprodukte oder industriell verarbeitete Nahrungsmittel enthalten zusätzlich Konservierungsstoffe, bei deren Verarbeitung der Organismus ebenfalls Säuren bildet. Bei der Herstellung von Käse und Sauermilchprodukten kommt beispielsweise Milchsäure als Konservierungsstoff zum Einsatz. Sie wird im Körper durch basische Stoffe neutralisiert und als Laktat im Gewebe eingelagert, wenn mehr Laktat zur Verfügung steht, als benötigt wird. In Studien wurde festgestellt, dass Krebszellen Laktat als primären Brennstoff für ihren Stoffwechsel nutzen und die Bildung und Ablagerung von Laktat in der Umgebung des Tumors ein Umfeld erzeugt, das das Wachstum des Tumors und die Ausbreitung bösartiger Krebszellen begünstigt.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33254523/

Gleichgewicht muß stimmen

Ist das Gleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt wegen eines Überschuss an nicht ausscheidbaren Säuren gestört, müssen sie vor der Einlagerung ins Gewebe mit basischen Mineralien neutralisiert werden. Mit der Nahrung werden diese Mineralien jedoch häufig nicht in ausreichender Menge aufgenommen. Es muss dann auf die körpereigene Pufferspeicher in Knochen, Knorpel, Zähnen und Haaren zurückgegriffen und die dort vorhandenen Mineralien entzogen werden. Kommt es wegen unzureichender, einseitiger Ernährung über einen langen Zeitraum zum Abbau der Pufferspeicher, kann Osteoporose die Folge sein, weil das Kalzium aus den Knochen gelöst wurde.

Nicht nur die Entmineralisierung der Knochen ist ein Problem, das mit der Übersäuerung entsteht. Damit unser Blut flüssig bleibt und ausreichend Sauerstofft transportiert werden kann, muss der pH-Wert vom Körper in einem basischen Bereich von 7,35 – 7,45 gehalten werden. Gelangen Säuren in den Blutkreislauf, sinkt der pH-Wert. Es bilden sich mit Fett Ablagerungen an den Gefäßwänden und es entsteht Arteriosklerose. Wenn der pH-Wert auf 7,35 abfällt, verklumpen die roten Blutkörperchen, und es kann zu Thrombose, Schlaganfall oder Herzinfarkt kommen.

Auch die Organe werden in Mitleidenschaft gezogen. Durch erhöhte Säurekonzentrationen kommt es zu Kristallbildungen und es entstehen, Nieren-, Gallen- oder Blasensteine. Studien haben gezeigt, dass besonders die Nieren durch eine Übersäuerung geschädigt werden, und es zu einer verminderten Nierenfunktion kommen kann.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22874469/

Die Haut. Das wichtig Organ

Auch die Haut dient dem Körper als Ausscheidungsorgan für die Ausleitung der Endprodukte des Stoffwechsels. Als Schweiß werden nicht mehr verwendbare Reststoffe ausgeschieden. Steigt der Säuregehalt im Schweiß, wird die Haut im wahrsten Sinne des Wortes sauer und reagiert mit Entzündungen. Eine extrem unangenehme Form ist Neurodermitis. Linderung der Beschwerden kann mit einer basischen Hautpflege erzielt werden. Lange Vollbäder von 3 Stunden täglich über einen Zeitraum 4 – 6 Wochen zeigen sehr gute Erfolge bei der Behandlung der Haut, doch langfristig ist eine Umstellung auf eine basische Ernährung wichtig.

Bewegung spielt eine große und wichtige Rolle

Bewegungsmangel spielt ebenfalls eine große Rolle bei Übersäuerung. Bewegung fördert die notwendige Versorgung der Zellen mit Sauerstoff, sorgt für eine bessere Durchblutung des Körpers, stärkt die Muskulatur und die Knochen. Bei den Bandscheiben und Gelenken muss beachtet werden, dass sie nicht durchblutet werden. Damit die Knorpelzellen im Knorpel mit den erforderlichen Vitalstoffen und Sauerstoff versorgt werden, muss das Gelenk bewegt werden. Der Knorpel zwischen den Gelenken und Bandscheiben ist mit einem festen Schwamm vergleichbar. Wird der Knorpel durch Bewegung stark zusammengepresst, wird die nährende Gelenkflüssigkeit von der das Gelenk umhüllenden Gelenkkapsel in den Knorpel zu den Knorpelzellen gepresst. Bei nachlassendem Druck werden Abbauprodukte wie Kohlen-, Milch- und Harnsäure aus dem Knorpel in die Kapsel transportiert. Ohne Bewegung findet der Flüssigkeitsaustausch nicht statt, die Säuren bleiben in den Knorpelzellen, greifen den Knorpel und lösen ihn auf. Entzündungen und Schmerzen sind die Folge. Durch langes Sitzen wird die Durchblutung der Beine beeinträchtigt, und die Bänder und Sehen in der Kniekehle sowie die Hüftbeuger verkürzen sich im Laufe der Zeit. Beim Gehen und Stehen werden die Bein- und Hüftknochen sehr stark zusammengedrückt, was den Knorpel in den Gelenken abreibt und zerstört. Der Einsatz künstlicher Gelenke ist oft das letzte Mittel zur Behandlung der Beschwerden, wenn auch der Einsatz eines Gelenkexpanders die Regeneration des Knorpels nicht mehr ermöglichen kann.

Eine Übersäuerung spielt insoweit bei vielen der heutigen Zivilisationserkrankungen eine entscheidende Rolle. Mit Bewegung und einer ausgewogenen, abwechslungsreichen und überwiegend pflanzenbasierten Ernährung kann jeder für sich einen wichtigen Beitrag leisten, um Gesundheitsrisiken durch eine Übersäuerung zu reduzieren.

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Durch gute! Erfahrungen im Kampf gegen die Beschwerden von Arthrose (Ernährung GAT Fisseler Ernährungsplan und Gelenkexpander), sowie gegen Rückenschmerzen im unteren Bereich, ISG, (Erfahrungen und Übungen) und selbst angeeignetes Wissen über TCM Tee (Chinesische Medizin - Stichwort GSZD Rheumatee) gegen Rheumatoide Arthritis, kann ich schon einige Tipps und Infos an andere Betroffene weitergeben.