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Leishmaniose Hund was wir machen.

Rocky hat Leishmaniose Teil 2

Heute ist der 06.06.2021. Seit ich den ersten Teil geschrieben habe, sind ca. drei Monate vergangen, und es ist Zeit für einen aktuellen Lagebericht. Die wichtigste Information zuerst: Rocky lebt noch! Wir sind selbst überrascht, wie zäh dieser kleine Bursche ist und freuen uns sehr, dass es ihm für seine Verhältnisse recht gut geht und er keine Anzeichen macht, uns verlassen zu wollen.

Hund lebt – trotz Rückschläge

Natürlich hat es in den vergangenen drei Monaten auch Rückschläge und schlechte Phasen gegeben. Mitte März standen wir kurz davor, ihn einschläfern zu lassen, weil er sehr schwach war und kaum saufen und fressen wollte.

Futter ist bei ihm generell ein Problem, denn zu dem Umstand, dass er ein total mäkeliger, verwöhnter Hund ist, kommt erschwerend hinzu, dass er manches auch einfach nicht verträgt. Aktuell geben wir ihm morgens und abends vor dem Fressen einen Cocktail via Spritze ins Maul, was quasi all das enthält, was er freiwillig nicht frisst, aber zu seiner Regeneration braucht. Auf diese Weise bekommt er Rehmannia (chin. Kräutermischung), Silymarin (Wirkstoff aus der Mariendistel), große Klettenwurzel, Brennnesselsamen, MSM, Ginkgo, Vitamin B-Komplex, Hagebutte, eine Algen-Kräutermischung mit Jod und Probiotika. Was nicht schon gemahlen ist, wird im Mörser zu Pulver verrieben und mit Fleischbrühe verflüssigt. Dann kommt noch ein klein wenig Omega 3-6-9 Öl dazu, und alles wird in eine Spritze aufgezogen. Diese ganzen pflanzlichen Zusätze stärken und schützen die Leber, die Nieren und den Darm, was nicht nur bei dieser Erkrankung sehr wichtig ist.

Er ist immer noch ein verzogener Kerl

Leider frisst Rocky am liebsten nur eine Hunde-Blutwurst vom Metzger. Um sie aufzuwerten, kommt etwas gekochte Hühnerleber, rohes Putenbrustfilet, gewolfte Hühnchenhälse und etwas Rinderfett dazu. Seit er die gewolften Hühnchenhälse bekommt, scheint er auch weniger Erde und Gras fressen zu müssen. Da er wegen der Nierenprobleme über einen längeren Zeitraum keine Knochen mehr bekommen hat, könnte er ggf. insgesamt übersäuert sein und ein Problem mit der Magensäure entwickelt haben, wie das beim Menschen auch oft passiert und zu Reflux führt.

Leishmanioseschub

Ende April hatte Rocky einen schweren Leishmanioseschub. Fast über Nacht waren die Entzündungen an der Rute wieder da und machten ihm große Schwierigkeiten. Wegen der starken Schmerzen hat er für zwei Tage Schmerzmittel bekommen. Äußerlich haben wir die Rute wieder mehrmals täglich mit CDL-Lösungen betupft. Nach ca. 1 Woche hatten sich die Entzündungen zurückgebildet. Heute gut einen Monat später ist alles komplett verheilt.

Häufiger entzündet sich die Nasenschleimhaut, so dass Rocky schlecht atmen kann. Er niest dann oft, und es bildet sich eitriger Ausfluss, der die Nasenlöcher verstopft. Meistens treten diese Symptome abends oder nachts auf. Wir reinigen die Nase, geben ihm dann zweimal täglich Globuli (Hepar sulfuris) und es scheint ihm zu helfen.

Weiterhin auch CDL gegen Leishmaniose

CDL geben wir ihm nicht mehr jeden Tag. In der letzten Maiwoche hatten wir ihm an einem Tag alle 2-3 Stunden eine leichte Dosis CDL aus je 1 Tropfen Natriumchlorit 25% und 1 Tropflen Salzsäure 4% gegeben, weil wir Sorge hatten, es könnte wieder ein starker Schub bevorstehen. Er hat das bis auf leichten Durchfall gut vertragen, ein schwerer Schub ist ausgeblieben.

Seit wir ihm Ginkgo verabreichen, sind auch seine Ohnmachtsanfälle verschwunden. Nur bei dem schwül-heißem Wetter in dieser Woche hatte er nochmal Probleme. Er hatte aber zuvor auch viel gefressen. Dann scheint für die Verdauung und die Durchblutung des Gehirns gleichzeitig nicht genug Blut vorhanden zu sein. Ansonsten hatte er seit Wochen keinen Ohnmachtsanfall mehr und auch die Nierenwerte haben sich lt. Teststreifen nicht verschlechtert, was wir auf die Heilkräuter zurückführen.

Schwachstelle sind natürlich noch die Knie an den Hinterläufen. Da die Kreuzbänder beschädigt bzw. gerissen sind, kann er nicht gut laufen. Wir tragen ihn in den Garten, dort kann er aber eigenständig laufen und Kot und Urin absetzen. Das MSM wird ihm gut tun und mögliche Schmerzen lindern. Eine erneute Operation wollen wir vorerst nicht nochmal machen lassen, denn die Narkose und die Gabe von Antibiotika und Kortison schwächen zu sehr die Organe / das Immunsystem und befeuern die Leishmanoise.

Fazit mit dem was wir machen

Unterm Strich gesehen sind wir mit Rockys Zustand sehr zufrieden, und der kleine Kerl macht auf uns auch einen zufriedenen Eindruck, wenn er sich neben uns auf dem Sofa räkelt und den Bauch kraulen lässt. Das haben wir Anfang des Jahres nicht erwartet und hoffen, dass sich sein Zustand, wenn er sich nicht noch verbessert, wenigsten noch eine ganze Weile so bleibt. Wir kämpfen auf jeden Fall mit allen uns bekannten pflanzlichen Hilfsmitteln weiter und geben den kleinen Burschen nicht auf.

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Durch gute! Erfahrungen im Kampf gegen die Beschwerden von Arthrose (Ernährung GAT Fisseler Ernährungsplan und Gelenkexpander), sowie gegen Rückenschmerzen im unteren Bereich, ISG, (Erfahrungen und Übungen) und selbst angeeignetes Wissen über TCM Tee (Chinesische Medizin - Stichwort GSZD Rheumatee) gegen Rheumatoide Arthritis, kann ich schon einige Tipps und Infos an andere Betroffene weitergeben.